Summen und singen sorgen für gesunde und wohltuende Entspannung. Zusätzlich wird das Glückshormon Ocytocin in erhöhtem Maß ausgeschüttet. Das sorgt dafür, dass Du dich befreit und glücklich fühlst. Das Schöne ist, Summen geht immer und überall!

Da, wo Du gerade bist, kannst Du summen. Jede Gelegenheit bietet sich dazu an, ein Lieblingslied oder einfach die Tonfolgen, die gerade aus Dir herausströmen zu summen. Unter der Dusche, im Auto, beim Aufräumen oder beim Tee zubereiten – Summen passt zu vielen Situationen.

Summe so, dass sich der Ton in Deinem kompletten Körper ausbreitet. Merkst Du die Vibration? Wie fühlst Du dich dabei? Merkst Du, wie ein wohliges Gefühl aufsteigt und Deinen Körper einnimmt?

Die Frage ist, warum macht Summen glücklich und warum fühlen wir uns dabei entspannt?

Dem Parasympathikus auf der Spur

Unser vegetatives Nervensystem besteht aus dem Parasympathikus mit seiner beruhigenden und regenerierenden Funktion und seinem Gegenspieler, dem Sympathikus mit seiner anregenden und mobilisierenden Funktion. Beim Summen wird unser Vagusnerv spielerisch aktiviert. Er ist Teil des Parasympathikus.

Beim Summen werden feine Vibrationen insbesondere über die Nervenbahnen des Vagus-Nervs in Dein Gehirn weitergeleitet. Der Vagusnerv ist unser Ruhenerv und wird auch als Erholungsnerv bezeichnet. Er steuert und reguliert viele Funktionen in unserem Körper, um zu regenerieren. Ihm fällt eine Schlüsselrolle zu in Sachen Gesundheit und Wohlbefinden. Durch das Summen oder durch andere gezielte Übungen, lässt sich der Vagusnerv aktivieren und innere Anspannungen können sich lösen. Das ist doch toll, dass wir unseren Ruhenerv auf diese Art und Weise spielerisch aktivieren können, oder?

Wo sitzt unser Ruhenerv?

Als Teil des sogenannten Parasympathikus ist er der längste unserer 12 Hirnnerven. Kurz und knapp beschrieben, ist er für Ruhe, Erholung und unsere Verdauung zuständig. Der Gegenspieler ist der Sympathikus, der für Kampf- und Leistungsbereitschaft steht. 

Wie wird der Ruhenerv beim Summen aktiviert?

Entlang von Kehlkopf und Luftröhre verlaufen auf beiden Seiten des Halses Bahnen des Vagusnervs. Durch die Vibration des Summens wird der Vagusnerv an diesen Punkten stimuliert.

Zu summen bewirkt, dass wir fröhlicher, motivierter und zuversichtlicher werden. Außerdem werden wir durch das Summen durch weitere positive und gesundheitsfördernde Effekte beschenkt:

  • Der Blutdruck wird gesenkt.
  • Die Herzfrequenz beruhigt sich.
  • Mehr Endorphine werden ausgeschüttet.
  • Stresshormone werden reduziert.

Öfter mal summen!

Wie kann ich den Ruhenerv sonst noch anregen?

Im nachfolgenden gibt es noch eine kleine Auswahl an Vagus- bzw. Ruhenerv-Übungen to-go:

  • Singen
  • Gurgeln
  • Selbstmassage: Streiche mit sanften Bewegungen kreisend zwischen Ohr und Schulterübergang über die Haut.
  • Bewusstes Atmen: Länger aus- als einatmen. Zähle dazu beim Atmen und verlängere die Sequenz des Atems, wenn Du ausatmest.

Mein Fazit: Mehr Zeit mit Summen oder Singen verbringen! Ich liebe einfache Impulse für mehr Glück und Zufriedenheit im Leben.

Übrigens: Was ist ein Summstein?

Schon mal gesehen oder ausprobiert?

Summstein
Summstein auf dem Gelände des Barfußpfades in Moers-Repelen

Dieses Foto eines sogenannten „Summsteins“ ist auf dem Gelände des Barfußpfads in Moers-Repelen entstanden. Der Summstein ist ein Stein mit einer Aushöhlung, dem sogenannten „Summloch“. Solche Summsteine befinden sich oft in Anlagen zur Förderung der Sinneswahrnehmung. Steckt man den Kopf in diese Höhle, dem Summloch, und atmet dann tief summend aus, geraten die Töne in Resonanz. Dadurch werden Vibrationen erzeugt, die den gesamten Körper erfassen. Je nach Tonlage spürt man ein stärkeres oder schwächeres Kribbeln im Körper. Vermutlich wurden Summsteine in verschiedenen alten Kulturen zur Heilung und Meditation benutzt

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